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Forschungsreaktor mit Babcock Noell Technik zündet Wasserstoffplasma

17.02.2016

Am 3. Februar 2016 hat der Forschungsreaktor Wendelstein 7-X in Greifswald zum ersten Mal während eines Festaktes ein Wasserstoffplasma erzeugt – ein Meilenstein auf dem Weg zur erfolgreichen Kernfusion. Vor Ort waren auch Vertreter der Babcock Noell, welche die hochkomplexen Modulfeldspulen für das Fusionsexperiment geliefert hatten.

Die von Babcock Noell gelieferten fünfzig supraleitenden etwa 3,5 Meter hohen und jeweils sechs Tonnen schweren Magnetspulen erzeugen den magnetischen Käfig, der das viele Millionen Grad heiße Fusionsplasma einschließt und das Kernstück der Anlage bilden. Ihre bizarren Formen sind das Ergebnis ausgefeilter Optimierungsrechnungen. Diese extrem hohen Anforderungen konnte Babcock Noell durch die exzellenten Kenntnisse in Vakuum- und Kryotechnik, ausgefeilten Schweißverfahren und den Einsatz neuartiger Paschentest erreichen. Die Forschungsanlage Wendelstein 7-X nimmt gegenwärtig am Standort Greifswald des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) ihren Betrieb auf.

Ziel der Forschung ist es, ein klima- und umweltfreundliches Kraftwerk zu entwickeln, das ähnlich wie die Sonne aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnt. Die Zündtemperatur für dieses Fusionsfeuer ist mit über 100 Millionen Grad gewaltig. Damit sich der extrem dünne Brennstoff, ein Wasserstoffplasma, nicht an den Wänden der Brennkammer abkühlt, muss es gelingen, ihn in Magnetfeldern nahezu berührungsfrei und stabil einzuschließen – ein Aufwand, der sich lohnt: Ein Gramm Fusionsbrennstoff könnte so viel Energie freisetzen wie elf Tonnen Kohle.

Wendelstein 7-X ist nunmehr die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator. Das internationale Großprojekt ITER (lat.: der Weg), das gegenwärtig in Cadarache/Frankreich entsteht, wird auf die mit Wendelstein 7-X gesammelten Erfahrungen aufbauen.

 „Das gesamte Team von Babcock Noell ist nach diesem erfolgreichen Start stolz, einen sehr wichtigen Beitrag zur Lösung der künftigen Energieprobleme leisten zu können“, so Dr. Ronald Hepper, Geschäftsführer von Babcock Noell.

Weitere Informationen zu den Leistungen von Babcock Noell für Wendelstein 7-X erhalten Sie hier:    

Referenzdarstellung Website Babcock Noell

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